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Low-Code-CRM — Ihr Ablauf, nicht der des Herstellers.

Jeder Betrieb verkauft ein wenig anders. Ein CRM, das sich nur über Programmierung anpassen lässt, zwingt Sie entweder in fremde Abläufe oder in teure Projekte. Low-Code ist der Mittelweg.

Vier Kollegen beugen sich über einen Bildschirm, einer zeigt auf etwas, dahinter eine Pinnwand mit Notizzetteln

Ein Low-Code-CRM lässt sich ohne Programmierkenntnisse an die eigenen Abläufe anpassen: Felder, Phasen, Formulare und Automatisierungen werden über Einstellungen und einfache Regeln festgelegt, nicht über Quellcode. Für kleine und mittlere Betriebe heißt das, dass die Person, die den Vertriebsablauf kennt, ihn auch selbst im System abbilden kann. Programmierung braucht es erst, wenn fremde Systeme angebunden oder sehr spezielle Logik umgesetzt werden muss.

Was Low-Code im CRM konkret bedeutet

Low-Code ist kein eigenes Produkt, sondern eine Eigenschaft. Sie zeigt sich an drei Stellen:

Datenmodell. Sie können eigene Felder anlegen — etwa „Baujahr der Anlage" bei einem Heizungsbauer oder „Zielgruppe" bei einer Werbeagentur — ohne dass der Hersteller ein Update liefern muss.

Prozesse. Phasen einer Verkaufschance, Status eines Auftrags, Arten von Aufgaben lassen sich selbst benennen und ordnen.

Automatisierung. Regeln nach dem Muster „Wenn das passiert, dann tu jenes" werden in einer Oberfläche zusammengeklickt statt programmiert.

Große Plattformen haben dafür eigene Werkzeuge entwickelt; im Umfeld von Microsoft Dynamics 365 ist das etwa die Power Platform. Für einen Betrieb mit zehn oder fünfzig Mitarbeitenden ist entscheidend, dass solche Anpassungen im CRM selbst möglich sind — ohne zusätzliches Produkt und ohne zusätzliche Lizenz.

Typische Anpassungen, die Sie selbst vornehmen können

Eigene Phasen im Vertrieb

Ein Fensterbauer verkauft anders als ein IT-Dienstleister. Beim einen folgen auf die Anfrage ein Aufmaß vor Ort, ein Angebot und eine Bemusterung. Beim anderen ein Erstgespräch, ein Workshop und ein Projektangebot. Im Verkaufschancen-Modul von 1Tool legen Sie Phasen, Quellen und Felder für Leads selbst an. Die Pipeline zeigt dann Ihren Ablauf, nicht einen Standard.

Formulare für die Website

Anfragen sollten nicht als Mail im Postfach landen, sondern direkt als Lead im CRM. Mit Lead-Capture-Formularen erstellen Sie eigene Kontaktformulare und binden sie in Ihre Website ein. Welche Felder abgefragt werden, bestimmen Sie.

Automatisierte Abläufe

Viele Routinen folgen einem klaren Muster. Ein paar Beispiele aus dem Alltag:

  • Ein Angebot wird angenommen → Auftrag anlegen, zuständiges Team einteilen, Kunden informieren.
  • Ein Auftrag überschreitet 5.000 Euro → Aufgabe für die Geschäftsführung zur Freigabe.
  • Eine Verkaufschance steht 14 Tage ohne Aktivität → Erinnerung an den Verantwortlichen.
  • Ein Wartungsvertrag läuft in 60 Tagen aus → Aufgabe für den Vertrieb.

Die Workflow-Engine von 1Tool arbeitet genau so: Auslöser wählen, Bedingung setzen, Aktion festlegen. Sie steckt in jedem 1Tool und braucht keine zusätzliche Lizenz.

Wo Low-Code an Grenzen stößt

Low-Code ist kein Ersatz für jede Entwicklung. Drei Situationen brauchen mehr:

Anbindung fremder Systeme. Wenn Daten mit einer Branchensoftware, einem Maschinenpark oder einem eigenen Portal ausgetauscht werden sollen, braucht es eine Schnittstelle. Die 1Tool API ist dafür gedacht — Daten synchronisieren, Prozesse über Anwendungsgrenzen automatisieren, eigene Erweiterungen bauen.

Komplexe Berechnungen. Preisfindung mit vielen Abhängigkeiten, Provisionsmodelle mit Staffeln und Ausnahmen — das lässt sich mit einfachen Regeln oft nur mühsam abbilden.

Sehr hohe Datenmengen. Automatisierungen, die bei jeder Änderung Tausender Datensätze auslösen, sollten technisch geplant werden.

Die eigentliche Gefahr: Wildwuchs

Wer alles selbst anpassen kann, passt oft zu viel an. Nach einem Jahr gibt es dreißig eigene Felder, von denen fünf gepflegt werden, und zwanzig Automatisierungen, von denen niemand mehr weiß, wer sie angelegt hat.

Ein paar Regeln helfen:

  1. Eine Person verantwortet die Konfiguration. Andere dürfen vorschlagen, eine entscheidet.
  2. Jedes Feld braucht einen Zweck. Wenn niemand sagen kann, welche Auswertung oder Entscheidung es unterstützt, wird es nicht angelegt.
  3. Automatisierungen dokumentieren. Ein Satz pro Regel: was, warum, seit wann.
  4. Einmal im Jahr aufräumen. Ungenutzte Felder ausblenden, veraltete Regeln abschalten.

So gehen Sie vor

  1. Ablauf auf Papier. Zeichnen Sie Ihren Vertriebsablauf vom ersten Kontakt bis zur Rechnung. Wo wird heute etwas vergessen? Wo wird doppelt erfasst?
  2. Mit den Phasen beginnen. Bilden Sie die Phasen der Verkaufschance ab. Das ist die Grundlage für alles Weitere.
  3. Eine Automatisierung zuerst. Die, die am meisten Ärger erspart. Ein paar Wochen beobachten.
  4. Dann erweitern. Formulare, weitere Regeln, eigene Felder — Schritt für Schritt.

Ein Beispiel aus einer Agentur

Eine Werbeagentur mit fünfzehn Mitarbeitenden hat ein wiederkehrendes Problem: Neue Projekte werden im Vertrieb gewonnen, aber die Projektleitung erfährt davon oft erst Tage später. Unterlagen werden per Mail nachgereicht, der Kick-off verzögert sich.

Mit Low-Code-Mitteln lässt sich das ohne Programmierung lösen. Die Verkaufschance bekommt eine eigene Phase „Zusage". Sobald sie erreicht ist, legt eine Regel automatisch eine Aufgabe für die Projektleitung an, mit Verweis auf Angebot und Kundendaten. Ein zusätzliches Feld „Gewünschter Starttermin" wird beim Abschluss Pflicht, damit die Planung sofort beginnen kann.

Der Aufwand für die Einrichtung: ein Nachmittag, verteilt auf die Geschäftsführerin und die Projektleiterin. Ein Entwickler war nicht beteiligt. Wichtiger als die Technik war das Gespräch davor, in dem beide festgelegt haben, was „Zusage" bei ihnen genau bedeutet und welche Angaben die Projektleitung zum Start wirklich braucht.

Häufige Fragen

Was ist ein Low-Code-CRM?

Ein CRM, das sich über Einstellungen und einfache Regeln statt über Programmierung an eigene Abläufe anpassen lässt.

Brauche ich dafür IT-Kenntnisse?

Nein. Wer den eigenen Ablauf kennt und mit üblicher Bürosoftware umgehen kann, kann Phasen, Felder und einfache Automatisierungen selbst einrichten.

Was ist der Unterschied zwischen Low-Code und No-Code?

No-Code kommt ganz ohne technische Eingaben aus. Low-Code erlaubt zusätzlich einfache Ausdrücke oder Bedingungen. Im CRM-Alltag verschwimmt die Grenze.

Wann brauche ich trotzdem einen Entwickler?

Wenn fremde Systeme über eine Schnittstelle angebunden werden oder Logik sehr komplex wird, etwa bei Preisfindung oder Provisionen.

Fazit

Ein Low-Code-CRM gibt Ihnen die Kontrolle über den eigenen Ablauf zurück. Phasen, Felder und Automatisierungen richten Sie selbst ein — und rufen erst dann jemanden, wenn es wirklich um Technik geht. Wer wissen will, welche Abläufe sich in 1Tool ohne Programmierung abbilden lassen, kann mit den Workflows beginnen oder mit uns den eigenen Ablauf durchgehen.