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CRM und Projektmanagement — wie aus dem Auftrag ein Projekt wird, ohne dass etwas verloren geht.

Im Projektgeschäft entsteht der größte Informationsverlust an einer einzigen Stelle: dort, wo der Vertrieb den Auftrag an das Projektteam übergibt. Wer beides in einem System führt, schließt diese Lücke.

Mehrere Hände mit Stiften über technischen Plänen und gelben Haftnotizen auf einem Tisch

CRM-Projektmanagement bedeutet, Kundenbeziehung und Projektabwicklung in einem gemeinsamen System zu führen. Die Verkaufschance, das Angebot, der Auftrag und das daraus entstehende Projekt hängen am selben Kunden — mit denselben Daten, denselben Absprachen und einem Budget, das vom Angebot bis zur Schlussrechnung nachvollziehbar bleibt.

Wo es im Projektgeschäft hakt

Ob Tischlerei, Planungsbüro, IT-Dienstleister oder Agentur: Das Muster ist überall ähnlich. Der Vertrieb führt Gespräche, schreibt ein Angebot, verhandelt und holt den Auftrag. Dann wandert das Ganze zur Projektleitung — oft als weitergeleitete E-Mail mit PDF im Anhang.

Was dabei verloren geht, ist selten das Angebot selbst. Es sind die Details drumherum:

  • die Zusage im Gespräch, dass die Montage nicht vor Mitte des Monats beginnt,
  • der Hinweis des Kunden, dass der Zugang zur Baustelle nur vormittags möglich ist,
  • die interne Kalkulation, mit der das Angebot entstanden ist,
  • die Ansprechperson, die tatsächlich entscheidet.

Das Projektteam beginnt also mit einem Wissensstand, der kleiner ist als der des Vertriebs. Die Folgen kommen später: Rückfragen beim Kunden, die er schon einmal beantwortet hat, Termine, die nicht passen, und ein Budget, das niemand mehr mit dem ursprünglichen Angebot vergleicht.

Warum getrennte Systeme die Lücke vergrößern

Viele Betriebe arbeiten mit einem CRM für den Vertrieb und einem eigenen Werkzeug für Projekte. Dazu kommt ein drittes Programm für die Zeiterfassung und ein viertes für die Rechnung. Jedes davon funktioniert für sich. Das Problem sind die Übergänge.

Zwischen getrennten Systemen werden Daten abgetippt, exportiert oder gar nicht übertragen. Wer im Projekt wissen will, was im Vertrieb besprochen wurde, muss jemanden fragen. Wer am Ende abrechnen will, sucht Stunden in einer Tabelle und das Angebot in einem Ordner.

Der durchgängige Weg: von der Chance zur Rechnung

Wenn Vertrieb und Projekt in derselben Plattform liegen, sieht der Ablauf so aus:

1. Verkaufschance. Ein Interessent meldet sich. Im CRM entsteht eine Verkaufschance mit Phase, Quelle und erwartetem Volumen. Gesprächsnotizen und E-Mails hängen am Kontakt.

2. Angebot. Aus der Chance wird ein Angebot mit Positionen, Rabatten und Kalkulation. Es liegt beim Kunden und bei der Chance — für jeden im Team auffindbar.

3. Auftrag. Sagt der Kunde zu, wird aus dem Angebot der Auftrag, ohne dass Positionen neu erfasst werden.

4. Projekt. Zum Auftrag wird ein Projekt angelegt. Es kennt den Kunden, das Angebot und die Historie. Die Projektleitung sieht auf einen Blick, was zugesagt wurde.

5. Zeiten und Kosten. Während der Umsetzung erfassen Mitarbeiter ihre Zeiten direkt auf das Projekt. Das Budget aus dem Angebot steht dem tatsächlichen Aufwand gegenüber.

6. Abrechnung. Die erfassten Leistungen fließen in die Rechnung. Aus der Rechnung lässt sich zurückverfolgen, auf welchem Angebot sie beruht.

Der Unterschied liegt nicht darin, dass jeder Schritt neu wäre. Er liegt darin, dass zwischen den Schritten nichts abgetippt wird und niemand auf das Gedächtnis eines Kollegen angewiesen ist.

Was die Projektleitung davon hat

Vollständiger Start. Die Projektleitung beginnt mit allem, was der Vertrieb weiß, statt mit einer Zusammenfassung.

Budget im Blick. Wenn Zeiten laufend auf das Projekt gebucht werden, wird eine drohende Überschreitung früh sichtbar — nicht erst bei der Schlussrechnung.

Ein Ansprechpartner für den Kunden. Wer beim Kunden anruft, sieht die ganze Geschichte: das ursprüngliche Gespräch, das Angebot, die offenen Punkte im Projekt.

Bessere Kalkulation beim nächsten Mal. Wer weiß, wie viele Stunden ähnliche Projekte tatsächlich gebraucht haben, kalkuliert das nächste Angebot realistischer.

Ein Beispiel: die Tischlerei mit Küchenprojekten

Eine Tischlerei plant und baut Küchen. Der Verkauf führt drei Gespräche mit dem Kunden, misst vor Ort auf und erstellt ein Angebot mit Varianten. Der Kunde entscheidet sich für die mittlere Variante, wünscht aber andere Griffe und eine Lieferung erst nach dem Ausmalen.

Liegen Gesprächsnotizen, Aufmaß und Angebot beim Kunden im CRM, sieht die Werkstattleitung beim Projektstart alles, was sie braucht: die gewählte Variante, die geänderten Griffe, den gewünschten Liefertermin. Der Monteur weiß, dass er vor Ort erst nach dem Ausmalen beginnen kann. Und bei der Schlussrechnung ist klar, welche Positionen aus dem Angebot stammen und welche Mehrleistungen dazugekommen sind.

Ohne diese Verbindung wäre jede dieser Informationen eine Rückfrage — beim Verkäufer, der gerade beim nächsten Kunden sitzt, oder beim Kunden selbst, der sich zu Recht fragt, warum er alles zweimal erzählen muss.

CRM-Projektmanagement in 1Tool

In 1Tool sind CRM, Angebote, Projekte, Zeiterfassung und Rechnungen Teile derselben Plattform. Das Angebotsmanagement führt ein Angebot über Phasen bis zum Auftrag und weiter zu Lieferschein und Rechnung, ohne dass Daten neu eingetippt werden. Die Projektmanagement-Software ordnet Projekte direkt einem Kunden oder Auftrag zu und bietet Ressourcenplan und Gantt-Diagramme für die Planung. Über die Projektzeiterfassung landet jede Stunde beim richtigen Projekt — als Grundlage für Budgetkontrolle und Abrechnung.

Worauf Sie bei der Einführung achten sollten

Den Übergabepunkt definieren. Ab welcher Phase wird aus einer Chance ein Projekt? Bei Auftragseingang, bei Anzahlung, bei Vertragsunterzeichnung? Legen Sie das fest.

Pflichtfelder für die Übergabe. Welche Informationen muss der Vertrieb erfasst haben, bevor das Projekt startet? Ansprechperson, Starttermin, Besonderheiten vor Ort.

Zeiterfassung von Anfang an. Wer Zeiten erst ab der Hälfte des Projekts bucht, vergleicht später Äpfel mit Birnen.

Nachkalkulation zur Gewohnheit machen. Nach jedem abgeschlossenen Projekt kurz vergleichen: Angebot gegen tatsächlichen Aufwand. Das ist die beste Schulung für das nächste Angebot.

Häufige Fragen

Braucht ein kleines Unternehmen CRM und Projektmanagement in einem?

Gerade kleine Unternehmen profitieren, weil dieselben Personen verkaufen und umsetzen. Ein gemeinsames System erspart ihnen, dieselben Daten zweimal zu pflegen.

Was ist der Vorteil gegenüber einem reinen Projekttool?

Ein reines Projekttool kennt den Kunden kaum. Es weiß nichts vom Angebot, von früheren Aufträgen oder von offenen Rechnungen. In einem verbundenen System ist das alles einen Klick entfernt.

Wann sollte aus einer Verkaufschance ein Projekt werden?

Sobald der Auftrag verbindlich ist. Für vorbereitende Arbeiten — etwa eine Besichtigung — kann auch früher ein Projekt sinnvoll sein, damit der Aufwand nicht verloren geht.

Lässt sich die Lösung an bestehende Buchhaltung anbinden?

1Tool bietet Schnittstellen etwa zu BMD, RZL und DATEV. Welche im Einzelfall passt, hängt von Ihrer Buchhaltung ab.

Wer Vertrieb und Projekt nicht länger über weitergeleitete E-Mails verbinden möchte, findet in 1Tool eine Plattform, die beides zusammenführt.