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CRM und Teams im Vertrieb — der Chat ist schnell, die Kundenakte bleibt.

Microsoft Teams hat in vielen Betrieben die interne Abstimmung übernommen. Das ist gut für das Tempo und schlecht für das Gedächtnis, wenn niemand festlegt, was davon ins CRM gehört.

Vier Personen am Besprechungstisch sprechen mit einem Teilnehmer, der per Laptop zugeschaltet ist

CRM und Teams ergänzen sich, wenn die Rollen klar sind: Teams ist der Ort für schnelle Abstimmung und Besprechungen, das CRM ist der Ort, an dem Kundenwissen dauerhaft und für alle auffindbar liegt. Probleme entstehen dort, wo Entscheidungen zu Kunden nur im Chatverlauf stehen. Mit wenigen Regeln und den richtigen Verknüpfungen lässt sich das vermeiden.

Warum Chat und Kundenakte nicht dasselbe sind

Ein Chat ist auf Geschwindigkeit gebaut. Nachrichten laufen nach oben weg, Kanäle vermehren sich, und nach drei Monaten weiß niemand mehr, in welchem Thread die Preiszusage an den Großkunden stand.

Eine Kundenakte im CRM ist auf Wiederfinden gebaut. Sie ist nach Kunden, Verkaufschancen und Projekten geordnet, nicht nach Datum und Kanal. Wer einen Kunden aufruft, soll in einer Minute wissen, was los ist — auch wenn er bisher nichts mit ihm zu tun hatte.

Beide Werkzeuge sind nützlich. Schwierig wird es, wenn sie dieselbe Aufgabe übernehmen sollen. Dann führt der eine Kollege die Kundenhistorie im CRM, der andere im Teams-Kanal, und keiner der beiden Orte ist vollständig.

Was in Teams gehört, was ins CRM

Eine einfache Faustregel hilft: Alles, was in drei Monaten noch für den Kunden wichtig ist, gehört ins CRM.

In Teams:

  • kurze Rückfragen unter Kollegen („Hast du den Plan schon geschickt?")
  • Abstimmung vor einem Kundentermin
  • interne Besprechungen und Videocalls
  • Dateien in Arbeit, die noch nicht beim Kunden sind

Ins CRM:

  • Ergebnis eines Kundengesprächs oder Termins
  • Zusagen zu Preisen, Fristen und Leistungen
  • Reklamationen und wie sie gelöst wurden
  • nächste Schritte mit Termin und Verantwortlichen
  • versendete Angebote und Verträge

Ein Elektrotechnikbetrieb, der eine Ausschreibung vorbereitet, darf intern im Teams-Kanal diskutieren, welche Leuchten in Frage kommen. Das Ergebnis — welche Variante angeboten wurde und zu welchem Preis — gehört an die Verkaufschance im CRM.

Besprechungen: das Protokoll gehört zum Kunden

Videocalls mit Kunden laufen heute oft über Teams. Das Gespräch selbst ist flüchtig. Was davon bleiben muss, ist eine kurze Notiz: wer war dabei, was wurde vereinbart, was passiert als Nächstes.

Diese Notiz sollte nicht im Chat des Besprechungstermins stehen, sondern in der Kontakthistorie im CRM. Dort findet sie die Kollegin aus dem Innendienst, der Techniker vor dem Einsatz und die Geschäftsführung bei der Quartalsbesprechung.

Praktisch hat sich bewährt, die Notiz direkt im Anschluss an den Termin zu schreiben — fünf Minuten, solange das Gespräch frisch ist. Wer das auf den Abend verschiebt, schreibt meist gar nichts mehr.

Aufgaben nicht im Chat parken

„Kannst du dem Kunden bis Freitag die Unterlagen schicken?" — im Chat ist das schnell geschrieben und genauso schnell vergessen. Eine Aufgabe mit Fälligkeit, Verantwortlichem und Bezug zum Kunden gehört in ein System, das daran erinnert.

Das Aufgabenmanagement von 1Tool hängt Aufgaben an Kontakte, Projekte oder Verkaufschancen. So sieht jeder beim Kunden, was offen ist, und der Chat bleibt für das, wofür er gedacht ist: kurze Abstimmung.

Kalender als Bindeglied

Teams-Besprechungen landen im Outlook-Kalender. Wenn das CRM seine Termine und Aufgaben ebenfalls dorthin überträgt, sehen Mitarbeitende an einem Ort, was der Tag bringt — den internen Call genauso wie den Kundenbesuch.

Mit der Outlook-Integration von 1Tool lassen sich Aufgaben und Termine in Outlook importieren, außerdem werden Kundenmails beim richtigen Kontakt abgelegt. Teams und CRM sind damit nicht direkt verdrahtet, teilen sich aber den Kalender als gemeinsamen Nenner.

Wenn mehr Verknüpfung nötig ist

Manche Betriebe wollen weiter gehen, etwa eine Benachrichtigung im Teams-Kanal, wenn eine große Verkaufschance gewonnen wurde. Solche Verbindungen laufen über Schnittstellen. Die 1Tool API ist dafür gedacht, Daten mit anderen Anwendungen auszutauschen und Abläufe zu automatisieren.

Bevor Sie so etwas bauen lassen, lohnt eine nüchterne Frage: Wer liest diese Benachrichtigung, und was tut er dann? Viele Automatisierungen erzeugen vor allem Lärm. Eine gute Regel für Kundendaten bringt meist mehr als eine zusätzliche Meldung.

Regeln, die im Alltag halten

  1. Ein Ort für Kundenwissen. Das CRM. Teams-Kanäle pro Kunde sind in Ordnung für die Projektarbeit, ersetzen aber nicht die Kundenakte.
  2. Gesprächsnotiz nach jedem Kundenkontakt. Kurz, mit nächstem Schritt.
  3. Aufgaben mit Fälligkeit ins CRM. Nicht als Chatnachricht.
  4. Dateien, die beim Kunden sind, an den Kunden. Ein Angebot im Teams-Ordner ist ein Entwurf. Das versendete Angebot gehört an die Verkaufschance.
  5. Einmal im Quartal aufräumen. Alte Kanäle archivieren, offene Aufgaben prüfen.

Diese Regeln funktionieren nur, wenn die Führung sie selbst vorlebt. Wenn die Geschäftsführung Kundenentscheidungen per Chat trifft und nie ins CRM schaut, wird es auch sonst niemand tun.

DSGVO und Kundendaten im Chat

Kundendaten in Chats sind schwer zu verwalten. Löschfristen, Auskunftsrechte und Zugriffsberechtigungen lassen sich in einem CRM sauber abbilden, in hunderten Chatverläufen kaum. Auch deshalb lohnt es sich, Kundeninformationen nicht im Chat zu sammeln, sondern dort, wo sie geordnet und kontrolliert liegen.

Ein Beispiel aus einem Planungsbüro

Ein Ingenieurbüro mit drei Standorten nutzt Teams für die Abstimmung zwischen Projektleitern. Früher wurden Kundenwünsche im Projektkanal diskutiert und dort auch entschieden. Wer nach einem halben Jahr wissen wollte, warum eine Variante gewählt wurde, musste lange scrollen. Heute endet jede Abstimmung mit einem Satz in der Kundenakte: was entschieden wurde und warum. Der Kanal bleibt lebendig, die Entscheidung bleibt auffindbar.

Häufige Fragen

Braucht ein kleiner Betrieb überhaupt beides, CRM und Teams?

Nicht zwingend. Viele kleine Betriebe kommen mit E-Mail, Telefon und CRM gut aus. Teams lohnt sich, wenn mehrere Standorte oder viele Videocalls dazukommen.

Kann man Teams als CRM verwenden?

Nein. Teams kennt keine Kunden, Verkaufschancen oder Angebote als Datensätze. Kanäle pro Kunde sind ein Behelf, der bei mehr als einer Handvoll Kunden unübersichtlich wird.

Wie bekomme ich Gesprächsnotizen aus Teams ins CRM?

Am verlässlichsten ist eine kurze Notiz direkt nach dem Termin in der Kontakthistorie. Automatische Übertragungen sind über Schnittstellen möglich, ersetzen aber nicht die Zusammenfassung des Ergebnisses.

Was ist mit Videocalls mit Kunden?

Der Call selbst kann über Teams oder ein anderes Werkzeug laufen. Entscheidend ist, dass das Ergebnis beim Kunden im CRM festgehalten wird.

Fazit

CRM und Teams arbeiten gut nebeneinander, solange jedes Werkzeug seine Aufgabe hat. Der Chat beschleunigt die Abstimmung, das CRM bewahrt das Ergebnis. Wer das im eigenen Betrieb sauber aufsetzen möchte, kann sich die Kontaktverwaltung von 1Tool ansehen oder mit uns über die passenden Regeln sprechen.