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Vertriebsreporting — weniger Folien, mehr Antworten.

Ein gutes Vertriebsreporting beantwortet jede Woche dieselben wenigen Fragen. Ein schlechtes beantwortet viele Fragen, die niemand gestellt hat.

Bildschirm mit Balken- und Liniendiagrammen neben einem Laptop auf einem weißen Schreibtisch

Vertriebsreporting heißt, regelmäßig und nachvollziehbar zu zeigen, wo der Vertrieb steht: Was ist in der Pipeline, was wurde abgeschlossen, was ist verrechnet, und wo hakt es? Gute Berichte entstehen nicht in Excel am Monatsende, sondern direkt aus dem CRM — weil dort Verkaufschancen, Angebote und Rechnungen ohnehin erfasst werden. Entscheidend ist, dass jeder Bericht eine bestimmte Person und eine bestimmte Entscheidung im Blick hat.

Warum viele Vertriebsberichte nicht gelesen werden

Die meisten Betriebe haben kein Problem mit zu wenigen Zahlen. Sie haben ein Problem mit Berichten, die zu spät kommen, zu viel zeigen und keinem klaren Zweck dienen.

Typisch ist die Monatsauswertung, für die jemand im Innendienst zwei Tage lang Zahlen aus verschiedenen Quellen zusammenträgt. Wenn sie fertig ist, ist der Monat vorbei und niemand kann mehr gegensteuern. Ebenso typisch ist das Dashboard mit zwanzig Kacheln, das nach der Einführung zweimal geöffnet wurde.

Ein brauchbares Vertriebsreporting folgt drei Grundsätzen: Es kommt automatisch, es ist auf eine Zielgruppe zugeschnitten, und es führt zu einer Handlung.

Drei Zielgruppen, drei Berichte

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung braucht den großen Zusammenhang, nicht jede Verkaufschance. Typische Fragen: Erreichen wir das Quartalsziel? Wie entwickelt sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr? Wie viel ist verrechnet, wie viel davon bezahlt? Ein Bericht pro Monat, eine Seite, wenige Zahlen mit Vergleichswert.

Der Rechnungsbericht in 1Tool zeigt Jahresumsätze grafisch und stellt bezahlte und offene Rechnungen gegenüber. Damit steht die Frage „Was ist tatsächlich hereingekommen?" neben der Frage „Was wurde verkauft?".

Vertriebsleitung

Die Vertriebsleitung steuert wöchentlich. Ihre Fragen: Welche Verkaufschancen sind in welcher Phase? Wo steht ein Angebot seit Wochen ohne Reaktion? Welcher Mitarbeiter braucht Unterstützung? Hier ist die Pipeline das zentrale Werkzeug — gegliedert nach Phasen, Verantwortlichen und erwartetem Abschlussdatum.

Im Verkaufschancen-Modul von 1Tool werden Phasen und Quellen frei definiert, und Umsatzberichte und Verkaufsziele lassen sich je Mitarbeiter, Vertriebspartner oder Produkt verfolgen.

Außendienst und Verkäufer

Der einzelne Verkäufer braucht keinen Bericht, sondern eine Arbeitsliste: Welche Kunden muss ich diese Woche anrufen? Welche Angebote laufen aus? Wo steht mein persönliches Ziel? Diese Ansicht sollte am Handy funktionieren und morgens in einer Minute gelesen sein.

Wie ein gutes Dashboard aufgebaut ist

Wenige Kennzahlen. Fünf bis sieben pro Dashboard sind genug. Wenn alles wichtig ist, ist nichts wichtig.

Immer mit Vergleich. Eine Zahl allein sagt wenig. Erst der Vergleich mit Ziel, Vormonat oder Vorjahr macht sie lesbar.

Von oben nach unten lesen. Oben die Antwort auf die Hauptfrage, darunter die Details, die sie erklären.

Klickbar bis zum Datensatz. Wer sieht, dass eine Phase auffällig voll ist, will mit einem Klick die betroffenen Verkaufschancen sehen — nicht eine weitere Auswertung anfordern.

Gleiche Definitionen für alle. Was gilt als Abschluss: die Auftragsbestätigung oder die Rechnung? Ab wann ist ein Lead qualifiziert? Ohne gemeinsame Begriffe streitet das Team über Zahlen statt über Kunden.

Angebote als Frühwarnsystem

Ein unterschätzter Teil des Vertriebsreportings sind offene Angebote. Sie zeigen früher als jeder Umsatzbericht, ob die nächsten Monate gut werden. Eine Übersicht, die die Summe aller offenen Angebote nach Phase und Verkäufer zeigt, ist für viele kleine Betriebe aussagekräftiger als eine komplexe Prognose.

Im Angebotsmanagement von 1Tool zeigt jede gefilterte Übersicht die Summe der Angebote, etwa alle Angebote einer Phase oder eines Mitarbeiters in diesem Monat. Den Deckungsbeitrag können Sie als eigene Spalte einblenden — so sehen Sie nicht nur, wie viel angeboten wurde, sondern auch, was davon übrig bleibt.

Die Datenqualität entscheidet

Jedes Dashboard ist nur so gut wie die Daten darunter. Drei Gewohnheiten machen den Unterschied:

  1. Verkaufschancen schließen. Gewonnen oder verloren, mit Grund. Offene Leichen verfälschen jede Pipeline.
  2. Abschlussdatum pflegen. Ein Datum in der Vergangenheit bei einer offenen Chance ist ein Warnsignal.
  3. Angebot und Rechnung verbinden. Wenn die Rechnung aus dem Angebot entsteht, stimmen verkaufte und verrechnete Zahlen zusammen.

Rhythmus statt Einzelaktion

Reporting wirkt erst durch Regelmäßigkeit. Ein bewährter Takt für kleine und mittlere Betriebe:

  • Täglich: Arbeitsliste für jeden Verkäufer.
  • Wöchentlich: 30 Minuten Pipeline-Besprechung, eine Ansicht, immer dieselbe.
  • Monatlich: eine Seite für die Geschäftsführung mit Umsatz, Zielerreichung, offenen Posten.
  • Quartalsweise: Rückblick auf verlorene Chancen und deren Gründe.

Häufige Fehler im Vertriebsreporting

Aktivität mit Erfolg verwechseln. Die Zahl der Anrufe oder Besuche sagt wenig darüber, ob der Vertrieb gut arbeitet. Sie ist nützlich, um Ursachen zu verstehen, nicht als Ziel an sich. Wer Anrufe belohnt, bekommt Anrufe — nicht unbedingt Aufträge.

Zu viele Berichte. Jede neue Frage der Geschäftsführung wird zu einem eigenen Bericht, der dann monatlich weiterläuft, obwohl ihn niemand mehr braucht. Einmal im Jahr sollten Sie Berichte streichen, die keine Entscheidung mehr unterstützen.

Zahlen ohne Gespräch. Ein Bericht, der per Mail verschickt und nie besprochen wird, verändert nichts. Die wöchentliche Pipeline-Runde ist wichtiger als jede Grafik.

Gewichtete Prognosen ohne Erfahrung. Wahrscheinlichkeiten je Phase klingen präzise. Wenn sie geschätzt statt aus eigenen Abschlüssen abgeleitet sind, erzeugen sie Scheingenauigkeit. Lassen Sie die Werte erst ein paar Monate mitlaufen und vergleichen Sie sie mit dem, was tatsächlich abgeschlossen wurde.

Unterschiedliche Quellen. Wenn der Vertrieb seine Zahlen aus dem CRM nimmt und die Buchhaltung aus der Finanzsoftware, gibt es zwei Wahrheiten. Klären Sie, welche Zahl in welchem Bericht gilt.

Häufige Fragen

Was gehört in ein Vertriebsreporting?

Mindestens Pipeline nach Phasen, Abschlüsse im Zeitraum, Zielerreichung und verrechneter Umsatz. Je nach Zielgruppe kommen offene Angebote, Gründe für verlorene Aufträge und Aktivitäten dazu.

Excel oder CRM für Vertriebsberichte?

Excel eignet sich für einmalige Analysen. Für laufendes Reporting ist das CRM besser, weil die Zahlen ohne manuellen Export aktuell sind.

Wie oft sollte man Vertriebszahlen auswerten?

Die Pipeline wöchentlich, Umsatz und Zielerreichung monatlich. Wichtiger als die Häufigkeit ist, dass der Termin feststeht und eingehalten wird.

Wer sollte das Vertriebsreporting verantworten?

Die Vertriebsleitung, unterstützt vom Innendienst. Die Daten selbst pflegt jeder Verkäufer für seine eigenen Kunden.

Fazit

Gutes Vertriebsreporting ist unspektakulär: wenige Zahlen, fester Rhythmus, klare Verantwortung. Wenn Verkaufschancen, Angebote und Rechnungen in einem System liegen, entsteht es fast nebenbei. Wie das mit 1Tool aussieht, zeigt die Seite zur Vertriebssteuerung — oder Sie lassen es sich von uns am eigenen Datenbestand zeigen.