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Eine Seite über Sicherheit, die nichts nachlädt.
Seit 30. August 2026 läuft 1security.at, der Auftritt für die IT-Sicherheitsberatung des Hauses. Interessant daran ist weniger, dass er online ist, als woran wir beim Bauen hängen geblieben sind.
Der Widerspruch, der fast jedem auffällt
Eine Seite, die zu Phishing, Passwörtern und Risikoanalysen berät, lädt im Hintergrund Schriften von einem Konzern, bindet einen Zähler ein und zieht ein Skript nach, das niemand gelesen hat. Der Besucher merkt davon nichts. Wer aber im Entwicklerwerkzeug nachsieht — und das tut in dieser Zielgruppe früher oder später jemand —, sieht ein gutes Dutzend Anfragen an Adressen, die mit dem Anbieter nichts zu tun haben.
Das ist kein Sicherheitsvorfall. Es ist etwas Schlimmeres: ein Glaubwürdigkeitsproblem.
Was wir stattdessen gemacht haben
Die neue Seite schickt keine einzige Anfrage nach außen. Die Schrift liegt auf unserem Server, es gibt kein Analyseskript, keine eingebettete Karte, kein Video von einer Plattform und keinen Zustimmungsbanner — weil es nichts gibt, dem man zustimmen müsste.
Das ist keine Kunst, sondern eine Entscheidung. Sie kostet beim Bauen etwa einen halben Tag: Schriften selbst hosten, auf die bequeme eingebettete Karte verzichten, die Messung entweder im eigenen Haus betreiben oder weglassen.
Was dafür weggefallen ist
Vorher lief dort WordPress mit einem gekauften Design und einem Baukasten-Erweiterung. Übrig geblieben war davon wenig: drei Seiten mit echtem Inhalt, dazu vier Blogbeiträge, die aus Blindtext bestanden — Demoinhalte, die beim Einrichten mitgeliefert und nie gelöscht wurden. Sie standen jahrelang online.
Übernommen haben wir, was Inhalt war. Der Rest verweist per Weiterleitung auf die Startseite, damit keine Adresse ins Leere läuft.
Was der Umstieg praktisch bedeutet
Kein Anmeldebereich. Es gibt nichts, wo sich jemand anmelden könnte, also auch nichts zu übernehmen.
Keine Erweiterungen. Jede Erweiterung ist Fremdcode mit eigenen Sicherheitslücken und eigenem Aktualisierungsbedarf. Vier davon reichen, damit niemand mehr den Überblick hat.
Keine Datenbank. Was nicht läuft, kann nicht ausfallen und nicht ausgelesen werden.
Keine Aktualisierungen unter Zeitdruck. Der häufigste Grund für gekaperte Websites ist eine veraltete Erweiterung, nicht ein raffinierter Angriff.
Übrig bleibt fertiges HTML auf einem Server in Österreich. Das Kontaktformular ist die einzige bewegliche Stelle, und es tut genau eine Sache.
Für wen das die richtige Bauweise ist
Nicht für jeden. Wer täglich Beiträge schreibt, braucht ein Redaktionssystem — und soll eines bekommen. Für Auftritte, die aus einer Handvoll Seiten bestehen und sich im Quartal einmal ändern, ist der Weg über ein Redaktionssystem dagegen eine dauerhafte Verpflichtung ohne Gegenwert.
Bei einem Sicherheitsanbieter kommt hinzu, dass die eigene Seite das erste Arbeitsbeispiel ist. Man kann schlecht über Angriffsflächen sprechen und selbst eine offen stehen lassen.
Nachsehen kann jeder
Öffnen Sie 1security.at, drücken Sie F12 und sehen Sie sich den Reiter „Netzwerk" an. Es steht dort nichts, was nicht von 1security.at käme. Machen Sie dieselbe Probe bei Ihrer eigenen Seite — das Ergebnis ist meistens ein Gespräch wert.